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Aktuelles


Corona-Spürhunde kosten- und zeitsparender als Antigen-Tests

08.12.2022
In den Monaten August und September 2021 sowie von Januar bis März 2022 führte ein Team aus deutschen und ruandischen ForscherInnen eine Studie zur Effizienz von Corona-Spürhunden durch. Die Ergebnisse zeigen, dass der Einsatz der Spürhunde sehr viel kosten- und zeitsparender ist als andere Testverfahren. Da mit der Dauer der Pandemie auch die Kosten für die Tests enorm steigen, sollte das Augenmerk auf günstigen und wirksamen Methoden liegen, wie Studienleiter Professor Dr. Holger Volk, Leiter der Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) erklärt. Die Studie auf dem afrikanischen Kontinent hat erneut gezeigt, dass sich mit den ausgebildeten Corona-Spürhunden auch Screenings von großen Menschenmengen durchführen ließen. „Die Ergebnisse der Studie deuten darauf hin, dass ausgebildete Hunde COVID-19-Patienten anhand von Achselschweißproben mit guter Sensitivität und hervorragender Spezifität genau unterscheiden können. Dies zeigt, dass das Konzept zuverlässig ist“, betonte auch Professor Leon Mutesa, Direktor des Zentrums für Humangenetik im College für Medizin und Gesundheitswissenschaften an der Universität von Ruanda und leitender Wissenschaftler des Projekts. „Wir freuen uns, dass unsere Unterstützung für dieses gemeinsame Forschungsprojekt Ruanda zu einer weiteren Methode zur Eindämmung der Pandemie geführt hat", zeigt sich auch Dr. Thomas Kurz, deutscher Botschafter in Ruanda, zufrieden.

TiHo Hannover
Interview mit Professor Dr. Holger Volk

ALS-Virus auch in Zecken nachgewiesen

08.12.2022
Das erstmals im Jahr 2017 in China entdeckte Alongshan-Virus (ALS- Virus) konnte nun auch in Zecken in der Schweiz nachgewiesen werden. Forschende des Virologischen Instituts der Universität Zürich (UZH) entdeckten das ALS-Virus in zahlreichen Zeckenproben, die in den zwei vergangenen Jahren in mehreren Regionen der Schweiz gesammelt wurden. „Erstaunt hat uns, dass wir ALS-Viren in den Zeckenproben weit häufiger nachweisen konnten als FSME-Viren“, sagt Cornel Fraefel, Direktor des Virologischen Instituts. Sowohl das ALS-Virus als auch das Frühsommer-Meningoenzephalitis- Virus gehören zu der Gruppe der Flaviviren. Die typischen Symptome nach einer Infektion sind bei beiden Viren ähnlich. Daher könnte das Alongshan-Virus bereits relevant sein für die öffentliche Gesundheit in der Schweiz – wenn auch unerkannt. „Nachdem wir das neue Virus identifiziert und die komplette virale Genomsequenz veröffentlicht haben, entwickelt unser Team nun einen serologischen Test, um ALS- Virusinfektionen in Patientenblut nachweisen zu können“, sagt Fraefel. Im Unterschied zum FSME-Virus gibt es für das ALS-Virus derzeit weder eine Impfung noch ein Nachweisverfahren.

Universität Zürich

Vorsicht bei der Anwendung von Spot-on-Produkten

08.12.2022
Sogenannte Spot-Ons schützen Hunde und Katzen vor Parasiten wie Zecken und Föhen. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) weist ausdrücklich darauf hin, dass die Produkte, die für Hunde angeboten werden, auf keinen Fall bei Katzen angewendet werden dürfen. Die in den Spot-Ons enthaltenen Wirkstoffe wie Permethrin, Pyrethroide, Pyrethrin und Chrysanthemenextrakt können zu hoch dosiert zu gesundheitlichen Schäden bei Katzen führen. Zudem ist die korrekte Dosierung von Spot-on-Produkten dringend empfohlen. Mehr hilft in diesem Fall nicht mehr, sondern ist schädlich, rät das BfR. Sollten Katzen nach einer Parasitenbehandlung bzw. einem Kontakt mit einem Spot-On Symptome wie Krämpfe, Zittern, Koordinations- und Gleichgewichtsprobleme, vermehrten Speichelfluss, Übergeben oder Durchfall zeigen, muss sofort eine Tierarztpraxis aufgesucht werden. Dabei sollte das angewendete Präparat oder seine Verpackung vorgelegt werden. Ab Januar 2023 stehen TierärztInnen auf Myvetlearn.de weitere Module der Online-Seminar-Reihe „Sicher durch den Notdienst zur Verfügung“. In den Kursen 8 und 10 wird sich Prof. Stephan Neumann intensiv mit Intoxikationen befassen.

BfR
Online-Seminar-Reihe Sicher durch den Notdienst 2

Keine gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch BMMF

07.12.2022
Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Max Rubner- Institut (MRI) widersprechen der Empfehlung des Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ), Säuglinge nicht zu früh mit Kuhmilch zu ernähren. Entgegen der im Februar 2019 vorgestellten Schlussfolgerung des DKFZ, dass der als neuartig bezeichnete Infektionserreger mit der Bezeichnung „Bovine Meat and Milk Factors" (BMMF) in Fleisch- und Milchprodukten des europäischen Rindes Entzündungen im Darm- und Brustgewebe hervorruft, gaben die beiden Institute in einer gemeinsamen Stellungnahme an, dass die Bewertung gesundheitlicher Risiken durch BMMF aufgrund einer zu dieser Zeit unzureichenden Datenlage nicht möglich sei. Ferner handele es sich nicht um eine neue Art von Erreger, so die Forschenden von BfR und MRI, die eine Neubewertung der Thematik vorgenommen haben. BMMF sei auch in zahlreichen anderen Lebensmitteln tierischer und pflanzlicher Herkunft zu finden. Und angesichts der derzeit verfügbaren Daten sind gesundheitliche Beeinträchtigungen durch BMMF oder BMMF-DNA, die in Fleisch- oder Milchprodukten oder anderen Lebensmitteln enthalten sind, für Verbraucherinnen und Verbraucher jeden Alters nicht zu erwarten, heißt es weiter in der Stellungnahme. Die Institute empfehlen auch weiterhin, Fleisch und Kuhmilch aufgrund ihrer spezifischen Mikronährstoffe als Bestandteil der Beikost für Säuglinge zu verwenden. Das Vermeiden bestimmter Lebensmittel im ersten Lebensjahr ist auch hinsichtlich der Allergieprävention nicht zu empfehlen.

BfR

Datenbank zu SARS-CoV-2 bei unterschiedlichen Tierarten

05.12.2022
Die Corona-Pandemie hat die ganze Welt seit rund drei Jahren fest im Griff. Und noch immer stellt SARS-CoV-2 für Menschen, aber auch für Tiere eine gesundheitliche Bedrohung dar. Um ein komplexeres Verständnis über die COVID-19-Pandemie zu erhalten und für nachfolgende Pandemien gewappnet zu sein, haben Forschende der Veterinärmedizinischen Universität Wien gemeinsam mit dem Complexity Science Hub Vienna (CSH) einen Datensatz zu SARS- CoV-2-Infektionen bei unterschiedlichen Tierarten entwickelt. Die WissenschafterInnen wollen so mehr über die Empfänglichkeit der verschiedenen Tierarten für SARS-CoV-2 sowie ihre mögliche Rolle bei der Entwicklung der Epidemiologie der Krankheit erfahren. Bislang konnten 31 Arten als empfänglich für SARS-CoV-2 identifiziert werden. Der Datensatz mit dem Namen SARS-ANI hat das Ziel, Informationen zu bündeln und soll den Forschenden helfen, gezielte Probenahmestrategien oder datengestützte Empfehlungen für den internationalen Transport bestimmter Tierarten zu entwickeln. „Der Datensatz liefert detaillierte Informationen über jeden einzelnen Fall bei Tieren und einen einzigartigen Überblick über die empfänglichen Tierarten. Er wird weitere analytische Studien über die potenziellen Auswirkungen von SARS-CoV-2 auf die Gesundheit und das Wohlergehen von Tieren, den Naturschutz und ganz allgemein auf die Ökosysteme ermöglichen", erklärt Studien-Erstautorin Afra Nerpel von der Abteilung für Öffentliches Veterinärwesen und Epidemiologie der Vetmeduni Wien. Die WissenschafterInnen hoffen, dass sie dadurch COVID-Infektionen bei Tieren sowie die Übertragung zwischen Tieren und Menschen leichter verfolgen und besser verstehen werden. Um die Mensch-Tier-Beziehung sowie den One-Health-Ansatz geht es unter anderem auch bei der Futura.VET, die am 16. Februar 2023 stattfindet.

Vetmeduni Wien
Futura.VET
Berliner Zoo bleibt nach Geflügelpest-Ausbruch geschlossen 02.12.2022
Ringvorlesung zum Tier-Mensch-Verhältnis 30.11.2022
Schlanke Hunde leben länger 30.11.2022
3R-Prinzip auch für landwirtschaftliche Tiernutzung 30.11.2022
Wasserdampf beschädigt Proteine in Pferdefutter 29.11.2022
BVL warnt vor versehentlicher Einnahme von Tierarzneimitteln 28.11.2022
Neue Tierheim-Förderrichtlinie in Bayern 28.11.2022
Maßnahmen zur weiteren Senkung von Antibiotikagaben 25.11.2022
Tierschutzforschungspreis verliehen 25.11.2022
Politik sorgt für Notstand bei den Tierärzten 25.11.2022
Imkerei ist wichtiger Beitrag für Gesellschaft 22.11.2022
Änderungsantrag zum Tierarzneimittelgesetz zurückziehen 21.11.2022
Medienpreis Tiergesundheit vergeben 21.11.2022
Tierärztemangel gefährdet Gesundheit und Schutz von Tieren 17.11.2022
H7N9-Infektion trifft Männer häufiger als Frauen 16.11.2022
Kampagne mit Fokus auf One-Health 15.11.2022
Erster grüner Wildkorridor für Wildkatzen in Sachsen 14.11.2022
Studie bescheinigt Corona-Spürhunden Alltagstauglichkeit 14.11.2022
Antibiotikaeinsatz in der Schweiz gesunken 11.11.2022
Australien wappnet sich vor Tierseuchen 11.11.2022
Engpässe bei Tierarzneimittel nehmen zu 10.11.2022
Naturnahe Gärten sind aktiver Igelschutz 08.11.2022
Waschbären können Staupe oder Tollwut übertragen 07.11.2022
Projekte zur Kastration von Straßenkatzen gehen weiter 07.11.2022
Antibiotikaeinsatz bei Tieren an die EU melden 04.11.2022