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Aktuelles


Auch dieses Jahr wieder vermehrtes Blaumeisensterben

21.04.2021
Im vergangenen Jahr hat das in Deutschland neuartige Bakterium Suttonella ornithocol den Tod von Tausenden kleinen Singvögeln, vor allem Blaumeisen, verursacht. Die ersten Meldungen über erkrankte bzw. tote Vögel gingen in der zweiten Märzwoche beim NABU ein. Bis zum relativ plötzlichen Ende der Epidemie gegen Ende April 2020 waren mehr als 24.000 Verdachtsfälle von der Bevölkerung gemeldet worden. ExpertInnen vermuten nun ein Wiederholen dieses massiven Blaumeisensterbens. Schon jetzt liegt die Zahl der gemeldeten Verdachtsfälle toter und kranker Blaumeisen bei knapp 1500. Während Mitte März täglich durchschnittlich 10 kranke oder tote Meisen gemeldet wurden, lag die Zahl im April bereits bei fünfzig pro Tag. Gegenüber 2020 hat sich der regionale Schwerpunkt in Richtung Norden verschoben. Laut Expertenmeinungen scheint der Gipfel der Krankheits-Saison wegen des schlechteren Wetters in diesem Jahr noch nicht erreicht, während er im Vorjahr um den 10. April lag. Der NABU bittet die Bevölkerung dringend, Fälle von kranken oder toten Vögeln zu melden, damit der Verlauf der Krankheit besser analysiert werden kann. Suttonella ornithocola gehört zu der Familie der Cardiobacteriaceae und ruft bei infizierten Vögeln Lungenentzündungen hervor, teilweise wird auch der Verdauungstrakt angegriffen.

NABU

Standardlehrbuch der Tierphysiologie neu erschienen

21.04.2021
Das Standardlehrbuch der Tierphysiologie von Heinz Penzlin wird 50 Jahre alt. Aus diesem Anlass ist es komplett überarbeitet und modernisiert worden und nun als Jubiläumsausgabe zum 50. Jahrestag der Erstausgabe erschienen. Das Lehrbuch bietet einen Überblick über den neuesten Forschungsstand der Vergleichenden Tierphysiologie. Es beantwortet Fragen der funktionellen Anatomie, der vegetativen Physiologie, der Neurobiologie, der Stoffwechselphysiologie, der Sinnes- und der Muskelphysiologie mit ökologischen, systemisch-vergleichenden oder molekularen Ansätzen bei Tier und Mensch.

Universität Greifswald
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Neues EU-Tiergesundheitsrecht in Kraft getreten

21.04.2021
Passend zum Welttag der Tierimpfung, der jedes Jahr am 20. April begangen wird und somit die Bedeutung der Impfung von Tieren für die Gesundheit von Mensch und Tier hervorhebt, ist heute die neue EU-Verordnung zur Bekämpfung übertragbarer Tierkrankheiten in allen EU-Mitgliedstaaten in Kraft getreten. Schwerpunkte der neuen Verordnung sind die Früherkennung sowie die Bekämpfung von Tierseuchen und der Impfschutz von Tieren. Zudem wurden die Biosicherheitsmaßnahmen mehr in den Fokus gerückt. Dies alles soll zur Verbesserung der Tiergesundheit und des Tierwohls sowie zu nachhaltigen landwirtschaftlichen Praktiken beitragen. Viele der nationalen Gesetze und Verordnungen, welche die Tiergesundheit betreffen, sind nun nach einer fünfjährigen Übergangsfrist durch die EU-Verordnung abgelöst worden.

BfT
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Bund stellt Corona-Hilfen für Tierheime zur Verfügung

20.04.2021
Die Corona-Pandemie und der damit verbundene Lock Down bedeutet für Tierheime enorme finanzielle Einbußen, da neben dem Wegfallen von wichtigen Spendengeldern auch Vereinsaktivitäten nicht durchgeführt werden können. Auch die Vermittlung von Tieren ist seit mehr als einem Jahr stark eingeschränkt. Um die Tierschutzvereine, die Träger von Tierheimen sind, zu unterstützen, stellt das Bundesumweltministerium Fördermittel in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung. Privatrechtlich organisierte Träger von Tierheimen und ähnliche Einrichtungen können ab dem 23. April 2021 einmalige Corona-Hilfen in Höhe von 7.500 Euro beantragen. Um die Förderung zu erhalten, müssen die Träger jedoch Mehrausgaben bzw. Mindereinnahmen in Höhe von mindestens 7.500 Euro im Zeitraum vom 01. April 2020 bis zum 31. März 2021 darlegen. „Ich habe mich sehr gefreut, dass der Bundestag hier tätig geworden ist, denn die vom Ehrenamt getragenen Tierheime erfüllen eine enorm wichtige gesellschaftliche Aufgabe, und das unter extrem erschwerten Bedingungen. Die Fördermittel werden hoffentlich helfen, die schwierige Zeit zu überstehen", erklärt Bundesumweltministerin Svenja Schulze. Die Antragsfrist für die Corona-Hilfen endet nach vier Wochen.

BMU

SARS-CoV-2 Mutationen von Nerzen bergen Risiken für Menschen

19.04.2021
Vor etwa einem Jahr konnte festgestellt werden, dass sich Nerze mit SARS-CoV-2 infizieren können. Dabei haben sich die Tiere in den Zuchtfarmen bei mit dem Virus infizierten Menschen angesteckt. Allerdings mutierte das Virus dann bei den Nerzen. Es entstanden Mutationen im Spike-Protein, welches für den Eintritt des Virus in die Wirtszellen ausschlaggebend ist und den zentralen Angriffspunkt für Antikörper darstellt. Mit dieser mutierten Virusvariante steckten sich wiederum Menschen an, was Anlass zur Sorge bietet, nicht zu letzt, da diese Mutationen dann auch von Mensch zu Mensch weitergegeben werden konnten. Forschende des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) – Leibniz-Institut für Primatenforschung in Göttingen konnten jetzt zeigen, dass ein für die COVID-19-Therapie eingesetzter Antikörper nicht in der Lage ist, SARS-CoV-2 mit einer in Nerzen erworbenen Mutation wirksam zu hemmen. Zudem verminderte die Mutation die Hemmung des Virus durch Antikörper, die nach einer durchgemachten SARS-CoV-2-Infektion gebildet wurden. Diese Ergebnisse zeigen, dass SARS-CoV-2 in Nerzen Mutationen erwerben kann, die die Bekämpfung des Virus durch das Immunsystem des Menschen erschweren. „Unsere Ergebnisse zeigen, dass einer von zwei Antikörpern aus einem für die COVID-19-Therapie eingesetzten Antikörpercocktail die Virusvariante mit der Y453F-Mutation nicht mehr effizient hemmt. Außerdem demonstriert unsere Studie, dass die Y453F-Mutation die Hemmung des Virus durch Antikörper reduziert, die von COVID-19-PatientInnen gebildet wurden. Das bedeutet, dass Menschen, die eine SARS-CoV-2-Infektion durchgemacht haben, einen reduzierten Schutz gegen die Nerz-Varianten des Virus aufweisen könnten“, sagt Markus Hoffmann, der Erstautor der Studie. Ob dies auch in anderen Tieren möglich ist, auf die das Virus durch infizierte Personen übertragen wird, ist gegenwärtig unklar.

DPZ
Hunderatgeber klärt über Zusammenhänge zwischen Rassen und Verhalten auf 16.04.2021
Weitere Ausbreitung von Marderhunden und Waschbären befürchtet 16.04.2021
Zoologische Gärten wenden sich an Bundesregierung 15.04.2021
Veterinäramt Unna wegen mangelhafter Tierschutzkontrollen unter Beschuss 14.04.2021
Neurologische Erkrankungen von Hunden und Katzen einheitlich definiert 13.04.2021
Weidekühe erzeugen hohe Milchmengen bei niedriger Methanemission 13.04.2021
Mutierende Schweinegrippeviren haben Pandemiepotential 12.04.2021
Zahl schwer kranker Hundewelpen stark gestiegen 09.04.2021
Wiener ForscherInnen weisen neuartiges Virus bei Echse nach 09.04.2021
Dänische Nerzzüchter erhalten EU-Hilfen in Milliardenhöhe 08.04.2021
Brandenburg verzeichnet Zunahme von Hundebissen 06.04.2021
Hunde vor dem Biss der Auwaldzecke schützen 06.04.2021
Ältestes Haustierregister Deutschlands wird 40 06.04.2021
Russland lässt Sars-CoV-2-Impfstoff für Hunde zu 01.04.2021
Massentierhaltungen nach Großbrand in der Kritik 01.04.2021
Forschungsprojekt untersucht Auswirkungen von Bio-Landbau auf Bienenpopulationen 01.04.2021
Chemikalien und Mikroplastik bedrohen Feldhasen 31.03.2021
Tierärzte in die Corona-Impfkampagne integrieren 30.03.2021
Telemedizin: Haustierversicherung übernimmt Kosten 30.03.2021
Artenkenntnis von Kindern deutlich gesunken 30.03.2021
Online-Fortbildungen über Reproduktion und Zucht von Pferden 29.03.2021
EarthHour2021 - Gemeinsam ein Zeichen setzen 26.03.2021
Genaue Typisierung von Hantaviruserkrankungen gefordert 26.03.2021
Zahl der Heimtiere in Deutschland wächst 25.03.2021
Deutsche Genbank lagert Erbmaterial bedrohter Nutztierrassen 25.03.2021