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Aktuelles


QS meldet weiter gesunkenen Antibiotikaeinsatz

13.08.2020
Betriebe des QS-Systems konnten ihren Antibiotikaeinsatz weiter verringern. Er war in den Schweine, Mastkälber und Geflügel haltenden Betrieben seit Beginn der Erfassung noch nie so gering. Von 706,2 Tonnen im Jahr 2014 konnten Tierhalter und Tierärzte gemeinsam die Menge der eingesetzten Antibiotika um 251,2 Tonnen auf 455 Tonnen (-35,6 %) im Jahr 2019 reduzieren. Nach einem zunächst starken Rückgang in den ersten Jahren verringerten sich auch die Gaben in den Jahren 2018 und 2019 um weitere 8,7 Tonnen (knapp 2 %). Besonders deutlich ist die Entwicklung bei den kritischen Antibiotikagruppen, die für die Humanmedizin von besonderer Bedeutung sind: Die verabreichte Menge in den QS-Betrieben halbierte sich bei Fluorchinolone von 7,3 Tonnen auf 3,6 Tonnen und bei Cephalosporinen der 3. und 4. Generation von 0,36 Tonnen auf 0,18 Tonnen. Im ersten Halbjahr 2020 konnten die Gaben von Cephalosporinen um weitere 11,4 % und die von Fluorchinolone um 5,5 % verringert werden. Auch bei den anderen Wirkstoffgruppen liegen die Werte unter den Vergleichszahlen des ersten Halbjahres 2019. Dieses Ergebnis entspricht der Entwicklung der Mengen der in der Veterinärmedizin abgegebenen Antibiotika in Deutschland, wie sie das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) veröffentlicht hat. Diese beziehen sich -im Unterschied zu den QS-Zahlen- jedoch auf alle Abgaben an Nutz- und Haustiere, eine Unterscheidung nach Tierarten erfolgte nicht. Folglich sind nur die Entwicklungen, nicht aber die absoluten Mengen mit dem QS-System vergleichbar.

QS

Hitze-Tipps von Tierärzten für Hundehalter

11.08.2020
Wie es sich an den Hundstagen gehört, herrschen in ganz Deutschland aktuell hohe Temperaturen und ein wirklicher Wetterwechsel ist nicht in Sicht. Deshalb gibt die Klinik für Kleintiere der Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo) Tipps für den Umgang mit Hunden während der Hitzeperiode. Da Hunde lediglich an den Pfoten und an der Zunge über Schweißdrüsen verfügen, kühlen sie sich durch Hecheln ab. Wie für den menschen ist es auch für Hunde sehr wichtig, an heißen Tagen, an denen sie viel Flüssigkeit verlieren, den Flüssigkeitsverlust auch wieder auszugleichen. Daher sollten Hunde immer freien Zugang zu frischem Trinkwasser haben. Weiterhin sollte unbedingt immer ein schattiger Platz zur Verfügung stehen, möglichst mit kühlendem Untergrund. Besonders ältere und kurznasige Hunde wie Möpse oder Französische Bulldoggen sind sehr hitzeanfällig und können leichter überhitzen – durch ihren gezüchtete Nasenform sind die oberen Atemwege verkürzt und sie verfügen über viel weniger Wärmeaustauschfläche, sodass sie über das Hecheln nicht so gut abkühlen können. In Bezug auf die Fütterung ist keine Anpassung bei Hitze notwendig. Die längere Gassirunde sollte vornehmlich am frühen Morgen oder in den kühleren Abendstunden erfolgen, während Spaziergänge in der prallen Mittagssonne möglichst vermieden werden sollten. Auf ausgiebige Ballspiele sollte verzichtet werden. Durch die Sonne heitzt sich Sand und Asphalt stark auf und kann sehr heiß werden. Daran ist bei der Auswahl der Gassi-Strecke zu achten, da es sonst zu Verbrennung an den Hundepfoten kommen kann. Die TiHo rät hier, die Temperatur mit der Hand zuvor zu testen. Weiterhin können Hunde mit sehr hellem oder dünnen Fell Sonnenbrand bekommen. An unbehaarten Stellen sind alle Hunderassen gefährdet. Da viele Hunde Sonnencremes sofort ablecken, ist es wichtig, darauf zu achten, dass die Produkte keine für den Hund giftigen Inhaltsstoffe enthalten. Am besten greift man auf spezielle Tierprodukte zurück oder schützt den Hund vor massiver direkter Sonnenstrahlung. Bei einem Hitzschlag, der sich durch sehr starkes Hecheln mit erschwerter Atmung, einer sehr hohen Atemfrequenz und Herzrasen äußert, sollte der Hund als wichtigste Erste-Hilfe-Maßnahme umgehend gekühlt werden! Am effektivsten funktioniert das über Verdunstungskälte: Der Hund sollte mit kaltem Wasser komplett nass gemacht werden. Auf dem Weg zum Tierarzt sollte im Auto die Lüftung auf die maximale Kühlleistung eingestellt und alle Fenster geöffnet werden. Nicht zu empfehlen ist es, den Hund mit nassen Tüchern einzuwickeln, weil die Wärme so nicht über Verdunstung entweichen kann. Ebenfalls sollte kein Eiswasser bzw. Eis eingesetzt werden, weil sich dadurch die Blutgefäße verengen und der Wärmeverlust verringert wird. Hat der Hund eine Körpertemperatur von 42 Grad Celsius überschritten, ist das lebensgefährlich und kann auch nach einer initialen augenscheinlichen Stabilisierung noch zu verzögert eintretenden Problemen, wie massiven Gerinnungsstörungen oder Nierenversagen führen. Auf jeden Fall sollte der Hund bei Verdacht auf Hitzschlag einer Tierärztin oder einem Tierarzt vorgestellt werden. Wer seinem Hund durch ein Eis ein wenig Linderung verschaffen möchte, sollte auf spezielles Hundeeis zurückgreifen. Speiseeis für Menschen ist zu reich an Fett und Zucker. Auf gar keinen Fall dürfen Hunden mit Diabetikereis gefüttert werden, weil der darin häufig enthaltene Zuckerersatzstoff Xylit hochgiftig für sie ist. Eine Alternative ist noch selbst hergestelltes Hundeeis.

TiHo
Rezepte für Hundeeis
Vetion Fokusthema: Heimtierhaltung

Zahl der FSME-Fälle in der Schweiz auf Rekordhoch

11.08.2020
In der Schweiz gibt es im laufenden Jahr so viele Fälle von Frühsommer Meningoenzephalitis (FSME) wie je zuvor, wie das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bekannt gibt. Allein seit Jahresbeginn wurden 341 FSME-Fälle in der Schweiz gemeldet und die Zeckensaison ist noch lange nicht vorbei. Da der Erreger der FSME durch den Stich des Gemeinen Holzbocks (Ixodus ricinus) übertragen wird, ist mit einem weiteren Anstieg der Fallzahlen zu rechnen. Das BAG rät zu einer Impfung gegen FSME. Neben FSME übertragen diese Zecken auch Borrelien, sie bei Mensch und Tier eine Borreliose verursachen können. In 2020 seinen bisland rund 10.200 Borreliose-Fälle diagnostiziert worden. Gegen die Borreliose existiert kein Impfstoff, weshalb hier stark auf Zeckenprophylaxe gesetzt werden sollte, um sich und sein Tier zu schützen. Eine unbehandelte Borreliose kann zu bleibenden Behinderungen wie Lähmungen oder sogar zum Tod führen.


Kinder müssen Hundesprache richtig deuten lernen

10.08.2020
Viele Studien haben gezeigt, dass (Klein-)Kinder Signale von Hundes nicht richtig verstehen. So orientieren sich vor allem Kleinkinder hauptsächlich am Kopf und Gesicht des Hundes und halten etwa gefletschte Zähne beim Knurren häufig für Lachen. Außerdem entwickelt sich das Empfinden für Empathie erst ab dem Alter von vier Jahren. Das bedeutet, dass es ihnen vorher nicht möglich ist, sich in die Bedürfnisse des Hundes hineinzuversetzen. „Kinder bemerken oft gar nicht, wenn Hunde mit ihrer Körpersprache vermitteln, dass sie nicht gestreichelt werden wollen. Sie brauchen die Unterstützung von Erwachsenen, um sie richtig zu verstehen“, so Maggie Entenfellner, Vizepräsidentin des Vereines „Tierschutz macht Schule“. Daher ist hier die Anleitung von Kind und Hund im Umgang sehr wichtig. Zudem benötigen Hunde, die mit Kindern zusammen leben, stets eine Rückzugsmöglichkeit, damit sie ihrem Schlafbedürfnis von bis zu 14 Stunden am Tag nachkommen können. Welpen benötigen sogar bis zu 20 Stunden Schlaf pro Tag. Bekommt der Hund nicht genügend Ruhe, leidet er unter Dauerstress, was zu Verhaltensproblemen führen kann. Auch während der Kind-Hund-Interaktion müssen Erwachsene übergriffiges Verhalten von beiden Seiten sofort unterbinden. „Die Gefahr, die auch vom eigenen Hund ausgehen kann, wird von Eltern oft unterschätzt“, so Christine Arhant vom Institut für Tierhaltung und Tierschutz der Vetmeduni Vienna. Obgleich sich 85% der Beißunfälle mit bereits vertrauten Hunden ereignen, nicht mit fremden. Klare Regeln helfen, Unfälle zu vermeiden. Diese finden sich u.a. in der Broschüre des Vereins "Tierschutz macht Schule".

Vetmed
Broschüre Tierschutz macht Schule
Vetion Fokusthema: Hundehaltung in der heutigen Gesellschaft

Unterscheidung zwischen Haus- und Wildkatze nicht immer leicht

07.08.2020
Anlässlich des am 8. August bevorstehenden Tags der Katze klärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) Katzenfreunde über die Unterschiede zwischen Wild- und Hauskatze auf. Im Gegensatz zu den 14,8 Millionen Hauskatzen in deutschen Haushalten leben nur geschätzt 6.000 bis 8.000 Wildkatzen in der Republik. „Besonders in den vergangenen Monaten erreichten uns jedoch viel häufiger als sonst Hinweise auf mögliche Wildkatzen", so Friederike Scholz, Wildtierexpertin des BUND. „Das kann auch damit zusammenhängen, dass in der Corona-Zeit mehr Menschen die Zeit zum Spazierengehen und Wandern in ihren Regionen genutzt haben. Bei einigen Hinweisen gehen wir davon aus, dass es sich tatsächlich um echte Wildkatzen handelte." Selbst für Fachleute ist die Unterscheidung zwischen der Wildkatze und graugetigerten Hauskatze schwierig. „Die wichtigsten Merkmale der Wildkatze sind ihr verwaschen gezeichnetes braun-graues Fell und der buschige Schwanz mit einer schwarzen Spitze und dunklen Ringen", so Friederike Scholz. „Gerade die jungen Kätzchen sehen unseren Hauskatzen aber zum Verwechseln ähnlich." In Deutschland ist die Wildkatze streng geschützt. Ihre Lebensräume werden durch Straßen, Siedlungen sowie große Ackerflächen zunehmend kleiner. Langsam scheint sich der Bestand der Wildkatzen jedoch wieder zu erholen. Ein Erfolg, der unter anderem auch auf dem Projekt "Rettungsnetz Wildkatze" des BUND basiert. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet der Naturschutzverband bundesweit für den Schutz der Europäischen Wildkatze.

BUND
Bestand der Nutrias in Europa nimmt rasant zu 07.08.2020
Auszeichnung für Stralsunder Zoo 06.08.2020
Corona: Menschen können Hunde und Katzen anstecken 04.08.2020
Fall von Hasenpest in Bayern 03.08.2020
Wien richtet Dog Zone ein 31.07.2020
Animal Hording: Mehr als 90 Katzen sichergestellt 31.07.2020
Versicherung für Tiere - wann sie Sinn machen 31.07.2020
Verluste durch Wildbienenrückgang höher als gedacht 31.07.2020
Grippeviren in Schweinehaltungen besitzen präpandemisches Potenzial 30.07.2020
Immunokastrationsverbot für Öko-Betriebe - Entscheidung stößt auf breites Unverständnis 30.07.2020
Mehrheit der Tierhalter hat zusätzliche Zeit mit den Tieren genossen 28.07.2020
Bei Veränderungen des Hundeauges den Tierarzt aufsuchen 28.07.2020
Nicht-invasive Vogelidentifizierung durch Künstliche Intelligenz 28.07.2020
Fehlender tierärztlicher Sachverstand nicht akzeptabel 27.07.2020
Schweine haben mehr Ausdauer bei Problemlösung als Hunde 27.07.2020
Auch Niedersachsen verbietet Tiertransporte in Drittländer 24.07.2020
Mit der Reisezeit steigt die Gefahr der ASP-Einschleppung 24.07.2020
Provieh fordert bundesweites Verbot von Tiertransporten 23.07.2020
Masterarbeit zum Headshaking bei Pferden ausgezeichnet 23.07.2020
Zwei neue Fälle von West-Nil-Fieber bei Vögeln in Deutschland 23.07.2020
NRW verbietet Langstreckentransporte von Rindern 22.07.2020
Sachsen entlohnt Finder von Feldhamsterbauen 21.07.2020
Tortur Tiertransporte - der Mensch kennt keine Gnade 21.07.2020
Ausgabe von EU-Heimtierausweisen neu geregelt 21.07.2020
Warnsignale sollen Pinguine vor Tod in Fangnetzen bewahren 21.07.2020